Marlet Heckhoff
Kirche (2012) © Marlet Heckhoff

Die Architektur des Alltages – über Marlet Heckhoff

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Teil 11: Die Architektur des Alltages – zu den Bildern der Marlet Heckhoff

Marlet Heckhoff beschreitet in ihrer Malerei einen Weg, der im figurativen Darstellen von Menschen in ihren Räumen einen Anfang genommen hat und der sie über die Architektur zum Aufschlüsseln von Gegenständen und Orten führt.

Marlet Heckhoff lüftet die Haut des Alltäglichen.
Wir werden Zeugen, wie sie die Gegenstände in ihrer Umgebung in Einzelteile,
in Moleküle,
in Atome zerlegt.
Marlet Heckhoff macht den Schaltplan,
macht die Blaupause,
macht den Grundriss zum Gebet.
Und doch ist so gar nichts wissenschaftlich an den Parallelwelten, in die sie uns eintauchen lässt.
Welches Wesen hat die Zeit?
Kurz bevor wir in Marlet Heckhoffs Bildern Optimierungsversuche unserer Tage vermuten, stellen wir fest, dass die schwebenden Moleküle alte Bekannte sind:
Leuchtreklame.
Kleingartenparzelle.
Käfig.
Marlet Heckhoff ist fest entschlossen, wenn sie den alten Göttern im Olymp hinter die Stirn schaut.
Sie tritt ohne Furcht mit ihrem Untersuchungsvorhaben ins Elysium ein.
Folgen wir ihr doch …


Über die Künstlerin

  • Ausbildung zur Tischlerin
  • Bauhaus-Universität Weimar: Studium Freie Kunst
  • Bezalel Academy of Art, Jerusalem, Israel: Studium Fine Art
  • Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig: Studium Malerei (Diplom 2015)
  • Klasse für Installation und Raum an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig: Meisterschüler (Abschluss 2019)

Ausstellungen (E = Einzelausstellung; G = Gruppenausstellung):

2020

  • „Fast Forward“, Galerie fabra ars, Magdeburg (E)
  • „hybrid utopia“, mit Dorothee Liebscher, Westpol A.I.R. Space, Leipzig

2019

  • „aufbrechen“, Kunstschau des Galeristenverbands Hamburg, Barlach Halle K, Hamburg (G)
  • „Interspace“, Galerie der Sächsischen Landesärztekammer, Dresden (E)
  • „Jetzt erst recht“, Galerie Potemka, Leipzig (E)
  • Cheongju Biennale, Cheongju, Korea (G)
  • Ausstellung der Meisterschüler 2019, Werkschauhalle der Spinnerei, Leipzig (G)
  • „Ultraviolett“, mit Robin Zöffzig, Fetti Amore, Leipzig
  • „Kunstkonzil #42“, Galerie der Alten Handelsschule, Leipzig (G)
  • Teilnahme am „Kunstfest der Moderne“, Magdeburg (G)
  • „Dr. Nuwayhid & Friends“, Werkschauhalle der Spinnerei, Leipzig (G)
  • „Let’s print in Leipzig“, Museum für Druckkunst, Leipzig (G)
  • „Introspektion“, mit Christian Bussenius, Westpol A.I.R. Space, Leipzig
  • Gruppenausstellung mit Christian Bussenius und Robin Zöffzig, Galerie fabra ars, Magdeburg
  • „Kaiser Wetter“, mit Cameron Tauschke, Raum für drastische Maßnahmen, Berlin
  • Meisterschülerausstellung, Laden fuer Nichts, Leipzig (E)
  • „Tiefe“, Galerie des Universitätsklinikums Leipzig (E)
  • „RemmiDemmi“, RaumBaart, Mainz (G)

2018

  • „Technocitys“, Galerie Hamburger Kunstprojekt, Hamburg (E)
  • „Spaces in Between“, mit Johannes Makolies, Ex14 – Raum für aktuelle Kunst, Dresden
  • „Jump and Run“, Charter Projektgalerie, Leipzig (E)
  • „Wir bauen für Sie“, mit Cameron Tauschke und Donough McNamara, GapGap Projektraum, Leipzig
  • 25. Leipziger Jahresausstellung, Werkschauhalle der Spinnerei
  • Doppelausstellung mit Simona Reisch zum Architektursommer in Graz, Österreich
  • Gruppenausstellung in der Galerie Töplitz, Insel Töplitz bei Potsdam
  • Teilnahme an der 3. NSK Folk Art Biennale, Trbovlje, Slowenien
  • „Bauchgefühl“, Abschlussausstellung, Pilotenküche, Leipzig
  • „ALL:MIX“, Galerie ff15, Leipzig (G)
  • „The Pool“, Ausstellung der Pilotenküche, Alte Handelsschule, Leipzig
  • „The Black Box Is Orange“, Ausstellung der Pilotenküche, Projektraum Krudebude, Leipzig
  • Ausstellung zur Vergabe des Eb-Dietzsch-Preises für Malerei, Gera
  • Ausstellungsraum seecon, Frühjahrsrundgang der Spinnerei Galerien, Leipzig
  • Guerilla Show #3, #4 & #5, Yuppies seid leise Galerie, Spinnerei, Leipzig

Künstlertext Series

Meine Idee ist, literarische Texte zum Werk in Leipzig ansässiger Künstler zu verfassen. Ich möchte meine Eindrücke schildern, um die Leser auch auf weniger bekannte Künstler der Stadt aufmerksam und ihre Arbeiten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Nils Müller, geboren 1990 in Leipzig, lebt ebenda als freischaffender Autor. Er hat den Begriff der Kunst als Gewissen der Menschheit in sich aufgenommen und gibt diesen Auftrag an die Leser und Zuhörer weiter. Seine Texte wurden bisher in den Literaturzeitschriften FreiDenker, Syrinx Magazine, neolith- Magazin und dem Magazin des Unternehmens "bring together" sowie im Webzine "The Leipzig Glocal" veröffentlicht.

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